Geschichte der St. Hilarius-Kirche in Maspelt

Pfarre Burg Reuland >>

St. Hilarius-Kirche in MaspeltDas nachweislich im Jahre 1495 genannte Maspelt gehörte zum Hof Thommen. Der Hardzehnte stand dem Herrn von Reuland zu.

 

Eine im Jahre 1736 errichtete Kapelle gehörte zur Pfarre Thommen. Sie war ein bescheidener Bruchsteinbau mit dreiseitigem Altarraum und vierseitigem Dachreiter über der Westfront, im Lichten 9,30 m lang, und 5,25 m breit. Auf Wunsch der Bewohner kam Maspelt 1803 zur Pfarre Reuland. Die Kirche war jedoch 1871 so baufällig, dass sie renoviert werden musste. Im Jahre 1930 wurde die jetzige Kirche errichtet, die dem hl. HiIarius geweiht ist. Sie ist im neuromanischen Stil erbaut mit oktogonalem Turm am Nordgiebel. Die hl. Rosa von Lima wird als zweite Schutzpatronin verehrt.

 

Im Turm der alten Kirche hing ein altes Glöckchen, das aus dem Jahre 1820 stammte, von Chrisanius Zimmermann gegossen worden war und nicht zum Neubau passte. Heute befindet es sich in der Kapelle von Hemmeres. Man beschloss, zwei neue Glocken in Auftrag zu geben; ein stattlicher Betrag von 13.150 BF wurde an Spenden aufgebracht. Rektor Heuser von Bracht und Maspelt hat sich für die Neuanschaffung sehr eingesetzt. Der 29. Juni 1932 war der große Tag, an dem der Reuländer Pfarrer zwei neue Glocken einweihen konnte, die bei Slegers in Tellin gegossen worden waren. Die größere hat einen Durchmesser von 75 cm und ein Gewicht von 230 kg. Sie war höchstwahrscheinlich dem Kirchenpatron geweiht.

 

Die andere Glocke hatte einen Durchmesser von 60 cm, ein Gewicht von 115 kg und ist der hl. Rosa geweiht. Auf ihr steht zu lesen: ROSA HAT MAN MICH GENANNT - BIN ICH AUCH AUS FERNEM LAND - SO DOCH WOHL BEKANNT - FÜR BUSS UND GEBET - EUCH OFT ALS VORBILD HINGESTELLT. REKTOR HEUSER, - DER PATE: BALTHASAR ROLOFF - DIE PATIN: BERTHA POSCH.

 

Diese Glocke blieb erhalten, während die große im 2. Weltkrieg abgegeben werden musste und verschollen blieb. Für die im Jahre 1943 beschlagnahmte Glocke wurde 1952 bei G. Slegers in Tellin eine neue gegossen. Sie hat einen Durchmesser von 80 cm, eine Höhe von 70 cm und trägt die Aufschrift: HILARIUS HEISS‘ ICH - DEN GLAUBEN PREIS' ICH, - DIE HOFFNUNG STÄRKE ICH, - DIE LIEBE WECKE ICH. Die Glockenpaten waren leider nicht mehr in Erfahrung zu bringen. Seit dem Jahre 1973 besitzt die Kirche ein elektrisches Geläute.

 

Der Hochaltar, aus der Kirche von 1736, zeigt barocken Säulenaufbau mit geschnitzten Wangenbrettern. Oben, in einer Muschelnische, eine Pieta. Laut Reiners / Neu befanden sich die Figuren des hl. Hilarius und der hl. Rosa am Altar. (Wahrscheinlich seitlich an den Wangenbrettern. Die Figuren befinden sich heute an den Seitenwänden des Kirchenschiffs.

 

Die beiden Seitenaltäre sind passend zum Hochaltar. Säulenaufbau mit Seitenwangenbrettern. In der Mitte geräumige Muschelnische zur Aufnahme der Heiligenfiguren. Die Kirche hat im Längsschiff 6 Fenster. 4 davon sind in einfacher Bleiverglasung mit kleinen Rautenscheibchen. 2 weitere zeigen die Muttergottes mit Jesuskind und den hl. Josef. Im Chorraum der Kirche befinden sich Fenster mit der Darstellung des hl. Hilarius und der hl. Rosa


[ Zurück ]