Thomas antwortete nur: „Mein Herr und mein Gott!“

Veröffentlicht von Administrator (admin) am 21.4.2017
SONNTAGSTEXTE >>

Joh 20,28

 

Liebe Mitchristen,

Österliche Menschen finden wir an diesem Sonntag im Evangelium nicht. Wir hören eher von Jünger, die sich aus Furcht hinter verbarrikadierten Türen aufhalten. Sie hocken hinter verschlossenen Türen und wissen nicht was tun. Da muss jemand kommen und sie wachrütteln: Jesus! Trotz verschlossener Türen „trat er in ihrer Mitte und grüßte sie: Friede sei mit euch!“ Dann macht er ihnen deutlich, dass er es ist: „Dann zeigte er ihnen die Wunden seiner Hände und an seiner Seite.“ Die Reaktion: „Da wurden die jünger von großer Freude erfüllt, als sie den Herrn wiedersahen.“ Aber ändert sich etwas an ihrem Verhalten? Nein! Die Türen bleiben noch immer verschlossen! Und einer will nicht glauben: Thomas! Den Erzählungen der Anderen traut er nicht. Er will handfeste Beweise. Diese bekommt er am Sonntag danach, als trotz verschlossener Türen Jesus auf einmal in ihrer Mitte stand und sie begrüßt mit dem Friedensgruß. Diesmal wendet er sich konkret an Thomas, zeigt ihm Hände, Füße und seine Seite und fordert ihn auf: „Wehr dich nicht länger, zu glauben!“ Thomas antwortet nur: „Mein Herr und mein Gott!“

Wir Christen haben zwar Osterfeiertage gehabt, aber haben wir auch Auferstehung gefeiert? Es gibt Osterparties, Osterlauf, Osterspaziergang, Osterurlaub, Osterreise, Ostergrillfest, usw. All dies bezeichnet nur den Zeitpunkt der Aktionen, nicht den Inhalt des Wortes OSTERN. Ostern ist nur dann, wenn mein Herz, meine ganze Person sich für die Botschaft öffnet: Jesus lebt. Ostern ist nur dann, wenn der Auferstandene bei mir einen Platz findet und wenn ich wie Thomas bekenne: „Mein Herr und mein Gott!“

Allen eine gute Woche.


[ Zurück ]